Presseberichte
DLRG Dettingen-Dingelsdorf zog Bilanz - erfolgreiches Führungsteam setzt
seine Arbeit fort
Am 2. Juli 97 fand die Jahreshauptversammlung der DLRG Gruppe Dettingen-Dingelsdorf im Clubhaus des Yachtclubs Dettingen statt. Außer den anwesenden Mitgliedern konnte Vorsitzender Thomas Böhler auch den Ortsvorsteher von Dettingen-Wallhausen, Herrn. Griesmeier sowie Vertreter von Wasserschutzpolizei, Polizei und Fremdenverkehrsverein begrüßen.
Nach Genehmigung des letzten Protokolls berichteten die Vorstandsmitglieder über die Tätigkeiten der DLRG-Gruppe im Jahr 1996. Die gut hundert Rettungsschwimmer hatten ein arbeitsreiches Jahr hinter sich, wie sich in allen Berichten zeigte. Leider fanden die Kinderschwimmtage, bei denen im letzten Sommer am See die Jugendschwimmabzeichen erworben werden können, zwar guten Zuspruch, doch fiel ein großer Teil der geplanten Termine dem schlechten Wetter zum Opfer. Für Juli und August 1997 hofft man nun, alle diesjährigen Kinderschwimmtage durchführen zu können.
Im letzten Jahr bestanden 4 Schifferpatentinhaber (L. Riesinger, M. Maisch, F. Gellrich, A. Thudium) die Prüfung zum DLRG-Patent, so daß sie nun auch Rettungsboote fahren dürfen. Drei Ausbilder (O. Heinz, A. Thudium, B. Fuß) erwarben den Lehrschein der DLRG. Derzeit erwerben außerdem 4 Retter die Ausbildungsberechtigung für Kurse in Erster-Hilfe, so daß die DLRG dann ihre Helfer selbst aus- und fortbilden kann.
Sehr aktiv waren die Wallhauser Rettungsschwimmer auch am und auf dem See. Sie leisteten 1609,5 Dienststunden am Ufer und auf dem Rettungsboot. Die etwas niedrigere Zahl im Vergleich zum den Vorjahr führte O. Heinz, der Technische Leiter, auf den etwas regnerischen Sommer ´96 zurück. Schwere Badeunfälle blieben aus, es mußte jedoch 222 mal Erste Hilfe geleistet werden. Mit dem Rettungsboot wurden 19 Einsätze gefahren, von der Schleppfahrt über Sicherungsdienste, Surferrettungen, Suchaktionen bis zum in den See gestürzten Heißluftballon. Erneut mußte auch im letzten Jahr eine abgestürzte Person aus der Marienschlucht geborgen werden, die mit dem Rettungswagen nicht zu erreichen war. Zweimal wurde zu unangekündigten Übungen alarmiert, die erfolgreich erledigt wurden. O. Heinz dankte speziell auch allen Helfern, die Tag und Nacht für Einsätze auf dem See zur Verfügung stehen.
Leider wurde im Sommer 1996 das Wallhauser Rettungsboot in einem Sturm schwer beschädigt und konnte nur durch die intensive Arbeit der Retter wieder repariert werden, so daß es auch in diesem Sommer wieder zur Sicherung der Wassersportler auf dem See eingesetzt werden kann.
Seit dem Frühjahr 1996 ist die DLRG auch im Internet vertreten. An der Adresse www.DLRG.de/Gliederung/Baden/Bodensee/DettingenDingelsdorf/ gibt es Informationen über die DLRG und aktuelle Informationen und Termine. Auch findet sich dort der ständig aktuelle Bodenseepegelstand als Grafik.
Nach den Berichten wurden Vorstand und Kasse einstimmig entlastet. Die anwesenden Gäste dankten der DLRG und ihrem Vorstand für ihre viele Arbeit. Fremdenverkehrsverein und Ortsverwaltung hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit und sicherten ihre Unterstützung zu.
Anschließend folgten turnusgemäß die Neuwahlen. Es wurden gewählt: T. Böhler (Vorsitzender), O. Heinz (Technischer Leiter), W. Schwab (Kasse), S. Thudium (Referentin für Ausbildung), M. Voigtländer (Schriftführer), R. Steppacher (Öffentlichkeitsarbeit), G. Kiesel (Arzt), R. Schulter (Referent Raum + Material), P. Augustyniak (Jugend), H. Görig und H. Späth (Beisitzer).
Zum Schluß der Sitzung kam zur Sprache, daß ein Förderverein für die DLRG gegründet werden soll, um in Zeiten knapper Kassen die Retter unterstützen zu können. Insbesondere der Rettungsdienst auf dem See verursacht immense Kosten, die sich aus den Mitgliedsbeiträgen kaum decken lassen. Unter anderem trägt die DLRG die Unterhalts- und Betriebskosten für ihr Gerät selbst. Der Förderverein könnte möglicherweise noch in diesem Jahr mit seiner Arbeit beginnen.
Zuletzt bedankte sich der Vorstand für das ausgesprochene Vertrauen und lud alle Anwesenden zum gemütlichen Ausklang am Grill ein.
Abgestürzte Personen retten - DLRG übte Ernstfall
<b>Abgestürzte Fahradfahrer am Steilufer zwischen Bodman und Wallhausen. Eine Herausforderung fuer die Retter, die mit Rettungswagen oder Hubschrauber nicht an die Verletzten herankönnen. Trotzdem ist die Rettung der Verletzten sichergestellt.
Dies zeigte nach den Einsätzen der vergangenen Jahre auch eine Einsatzübung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am vergangenen Wochende. </b>
Am frühen Samstagabend wurden die Rettungsboote aus Wallhausen und Bodman mit dem Stichwort "4 abgestürzte Personen zwischen Marienschlucht und Bodman" alarmiert. Umgehend liefen die Retter aus und trafen ca. 15 Minuten nach Alarm an der Unfallstelle ein. Hier erfolgte die Erstversorgung der Verletzten. Wenig später traf, ebenfalls per DLRG-Boot, der medizinische Rettungsdienst ein und setzte die Behandlung fort.
Nach Eintreffen der Kollegen aus Konstanz wurden die, teilweise in unzugänglichem Gebiet liegenden, Verletzten geborgen und per Boot nach Bodman gebracht, wo am Hafen das Rote Kreuz wartete.
Bei der anschliessenden Nachbesprechung auf der Wache der DLRG Bodman lobte die Übungsleitung das schnelle Eintreffen und professionelle Vorgehen. Grössere Schwierigkeiten gab es nicht, alle "Verletzten" überstanden den "Unfall" aufgrund der guten Versorgung unbeschadet.
Obwohl der Uferweg zwischen Wallhausen und Bodman seit langem fuer Fahrraeder gesperrt ist, wird er ihnen immer wieder zum Verhängnis. Der hohe Standard der Wasserretter am See, die am Wochenende bis zu ihrem Eintreffen an der "Unfallstelle" nicht wussten, dass es sich um eine Übung handelt, konnte bisher schlimmeres verhindern.
